Endlich wieder Kindertag!

Nach zwei Jahren Zwangspause, war es nun wieder einmal möglich, einen Kindertag im Bezirk Stendal zu erleben. Dazu trafen wir uns am 26.06.2022 im kleinen Dörfchen Cröchern, auf dem Sportplatz. Motto des Kindertages war: „Gemeinsam Frieden schaffen!“

Gegen 8:30Uhr trafen die ersten Helfer ein, und gestalteten den vorhandenen Vereinsraum in einen Gottesdienstraum um. Dank dieser helfenden Hände durften wir um 10:30Uhr (Kinderchor und -orchester hatten schon fleißig geprobt) einen Kindergottesdienst erleben. Eingangslied war: „Das Gotteshaus ist unsre Lust…“. Als Textwort diente Matthäus 5,9: Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.“

Der Kinderchor sang: „Wir haben Freude zu verschenken…“. Nun begann der Gottesdienstleiter, Priester Christian Köhler (Fachberater Kinder für Apostelbereich Korbien), sein Dienen mit einer Suche. Er schaute umher, tastete auf dem Altar rum und murmelte vor sich hin. Scheinbar hatte er etwas verloren, aber damit die Aufmerksamkeit der Kinder gewonnen. Er machte deutlich, wie schnell man den Frieden verlieren konnte. Manchmal reicht dazu schon eine Fliege! Sehr deutlich erkennbar stellte er, mit einer durch den Beamer an die Wand geworfenen Grafik dar, in wieviel Gebieten auf der Erde momentan kein Frieden herrscht. Ebenso wurden Friedenssymbole gezeigt, die von den Kindern gut erraten werden konnten. Die Kinder wurden ermutigt, als Friedensstifter tätig zu sein. Jeder in seinem persönlichen Umfeld.

Nach einem Orchesterstück (Der Gottesdienst soll fröhlich sein) diente noch der Evangelist Holger Schmidt den Anwesenden. Er stellte die Situation der Jünger nach dem Tode Jesu vor. Die Jünger hatten Angst und sich eingeschlossen. Jesus trat unter sie und sagte nur: „Frieden sei mit euch“. Der Herr hatte keine Vorwürfe oder Anklagen für die Jünger, obwohl er Grund dazu hätte, sondern nur seinen Frieden, weil er sie liebhatte. Wir wollen uns bemühen, ebenso zu handeln.

Zur Vorbereitung zum heiligen Abendmahl gab es eine Bußgeschichte. Die etwas größeren Kinder bekamen je eine Tafel mit einem Buchstaben, und durften bestimmte Wörter aus der Geschichte anzeigen. Die ganze Gemeinde folgte voller Interesse. Es wurde deutlich, dass wir im Gottesdienst und besonders nach der Sündenvergebung, den Frieden des Auferstandenen empfangen dürfen. Nach dem Lied „Wir wünschen uns den Frieden“ (Klavier, Querflöte, Sologesang), folgten die Sündenvergebung und Feier des Heiligen Abendmahles.

Als Schlusslied erklang dann „Selig sind, die den Frieden stiften“.

Mittlerweile wurden schon die leckeren Speisen zum Mittagessen vorbereitet und dann auch voller Freude verzehrt. Die Kinder konnten es kaum noch erwarten, endlich Spiel und Spaß zu erleben. Dieses wurde dann auch fleißig getätigt. Da galt es schnelle Erbsen zu treffen, Musikinstrumenten Töne zu entlocken, die Kegel umzurollen, seinen Handabdruck auf das Kindertags Plakat zu hinterlassen oder sich ein kleines Andenken (Lesezeichen, Friedenskerze, Friedenstaube) zu basteln. Alle Stände wurden gut genutzt. Natürlich durfte auch das Fußballspiel nicht fehlen.

Bevor wir uns mit Gebet für diesen Tag bedankten, gab es noch etwas zum Nachdenken. Priester Maik Schulze hatte noch ein Gemeinschaftsspiel vorbereitet. Zwei Indianerstämme zankten sich um Wasser. Die beiden Häuptlinge klauten sich immer gegenseitig einen Becher Wasser und füllten es in den eigenen Eimer. Es galt einen Schatz zu gewinnen. Gewonnen hat keiner! Solange man sich zankt und bekriegt, gibt es keinen Gewinner, sondern nur Verlierer. Arbeitet man aber zusammen, kann man auch den Schatz gewinnen. Eine wichtige Erkenntnis to go!

Ein großes Dankeschön an alle, die unseren Kindern diesen Tag ermöglicht haben.