Kleine Schar – große Wirkung

Eine kleine Schar Kinder, eine kleine Schar Jugendlicher gestalteten aktiv den Kindergottesdienst am 20.3.2022 in Stendal mit. Die Gemeinde hörte schon vor dem Gottesdienst Lieder vom Kinder-/Jugendchor und Kinderorchester. Einen besonderen Gedanken schickten die Kinder musikalisch an die ukrainischen Kinder und Glaubensgeschwister. Mit der „Ode an die Freude“ wünschten sie ihnen, dass die Freude und der Frieden zurückkehren mögen. Während des Vortrages füllten sie eine blaue Vase mit gelben Tulpen.

Der Kindergottesdienst begann mit einem beschwingten „Lasst die Herzen immer fröhlich“ begleitet von Orgel, Bassgitarre und Cajon.

Priester Lehmann leitete die Stunde und diente den Kindern und Geschwistern mit dem Bibelwort aus: Johannes 10 Verse 14 und 15:

Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt; und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe.

Eine abwechslungsreiche Stunde folgte. Priester Lehmann forderte die Kinder immer wieder auf, sich zu äußern – Er fragte, was sie wütend macht, was regt sie auf? Krieg, Corona waren die ersten Antworten, gefolgt von Schlechte Noten, Stress mit den Mitschülern. Er rief den Kindern zu:

Wir dürfen wütend sein

Wir dürfen traurig sein

Wir dürfen Angst haben

Aber wir sollen in diesen Situationen immer daran denken: „Gott ist da – ist doch klar.“

Die Bibellesung wurde in die Mitte des Gottesdienstes gelegt. Und auch diese verlief ganz anders als gewohnt. Ein junger Glaubensbruder aus den Reihen der Kinder las jeweils eine Zeile aus Psalm 23 (Der Herr ist mein Hirte) vor, die folgende Zeile sprach die Gemeinde. In diesem Moment waren alle Anwesenden - vom ältesten bis zum allerjüngsten Gotteskind - aufmerksam dabei.

Der mitdienende Priester Kibbert drückte seine besondere Freude und Dankbarkeit aus über die musikalische Ausgestaltung des Gottesdienstes durch die Kinder. Er ermunterte sie weiterzumachen, auch wenn wir nicht mehr so viele sind, wie früher; lasst uns freudig weiter im Chor singen, weiter musizieren.

Nach dem Heiligen Abendmahl bat Priester Lehmann im Schlussgebet besonders um Frieden: „Wir wollen Kinder singen und musizieren hören - keine Bomben“