Erntedank-Jugendchor-Konzert

Circa 40 Jugendliche versammelten sich am 6. und 7. Oktober 2012 in Stendal, um ein ganz besonderes Erntedank-Wochenende zu erleben. Hier eine Zusammenfassung, die von den tollen Ereignissen berichtet.

Bereits am Samstagmorgen, 6. Oktober 2012, fanden sich die teilnehmenden Jugendlichen in der Stendaler Kirche ein, um in verschiedenen Register- und Gesamtproben Lieder für das am Sonntag geplante Erntedank-Konzert der Jugend einzustudieren. Die einzelnen Probenblöcke waren durch verschiedene Pausen unterteilt, jeweils zur Mittags-, Kaffee- und Abendbrotzeit, in denen liebevoll vorbereitete Speisen zur Auswahl standen. Bevor zum gemütlichen Abendprogramm übergegangen wurde, fand die Generalprobe statt, zu der alle Jugendlichen zum ersten Mal ihr neues Konzert-T-Shirt in den Farben hellblau, weiß und pink trugen.
Am darauffolgenden Sonntagmorgen endete die Nachtruhe mit einem kräftigen „Wachet auf! ruft uns die Stimme“ (CM 318), gespielt auf der Stendaler Orgel. Nach persönlichen Vorbereitungen und einem gemeinsamen Frühstück erlebten alle Jugendlichen gemeinsam mit der Stendaler Gemeinde den Erntedank-Gottesdienst, der alle auf das am Nachmittag folgende Konzert zum Thema Erntedank einstimmte. Nach einer ausgedehnten Mittagspause und einer weiteren Kurzprobe begann dieses um 16:30 Uhr. Mit Jugendchor, Band, Klavier, Orgel und einem Bläserarrangement gestaltet, bot es für rund 300 Besucher wie auch für alle Darbietenden einen besonderen Höhepunkt der Freude und der Gemeinschaft an diesem Erntedank-Wochenende.

Der ausführliche Bericht:

Samstag 6. Oktober 2012

Es ist 9:30 Uhr. Langsam füllt sich der Saal und nach und nach eilen immer mehr Jugendliche herbei, um an den am Samstag stattfindenden Register- und Gesamtproben teilzunehmen. Das Ziel: die Lieder für das Erntedank-Konzert der Jugend am Sonntagnachmittag einzustudieren. Nach Gebet und kurzer Aufwärmphase geht's endlich richtig los. Die Stimmung: bereits jetzt richtig gut! Während den meisten Liedern nur noch der letzte Schliff verpasst werden muss, ist bei einigen Stücken Geduld gefragt, wenn es wieder und wieder heißt: „Nochmal…“ Aber, am Ende macht das Üben alles in allem nicht nur Spaß, sondern lohnt sich auch, was man mehr und mehr zu hören bekommt.

Die einzelnen Probenblöcke sind durch verschiedene Pausen unterbrochen, jeweils zur Mittags-, Kaffee und Abendbrotzeit, in denen liebevoll vorbereitete Speisen zur Auswahl stehen: vom Obst- und Gemüseteller über ein Kuchenbuffet mit riesiger Auswahl, Würstchen und „was-war-das-gleich-für'n-Fleisch??“ ;), bis hin zu verschiedensten Nudelsalaten ist alles vertreten. Der Rundum-Service ist auf jeden Fall ein voller Erfolg und hat sich die lobende Erwähnung definitiv verdient!
Daher auch an dieser Stelle nochmal ein ganz herzliches Dankeschön an alle Unterstützer, vor allem an den Mann mit dem roten T-Shirt und der Aufschrift „Service“ – unseren Service-Heiko!! =)

19:15 Uhr: Beginn der Generalprobe. Zum ersten Mal werden sämtliche Stücke komplett in der für das Konzert geplanten Reihenfolge gesungen. Auch die Band kommt zum Einsatz und bringt flotte Klänge zu Gehör. Die Stimmung: Toll! Noch ein Novum: Das gerade zuvor ausgeteilte neue Konzert-T-Shirt kommt zum Einsatz. Anfängliches Unbehagen beim Hören der Farbkombination hellblau (Shirt), weiß (Schrift) und pink (Kreuz-Notenschlüssel) weicht mehr und mehr einem „Warum eigentlich nicht!“.

Nach einer guten Stunde ist die Generalprobe beendet und der scheinbare Favorit der vorzutragenden Songs „Freedom is coming“ hallt hier und dort noch durch die Kirchenräume. Immer wieder stimmen einzelne oder auch größere Gruppen dazu an, und die Begeisterung scheint einfach nicht abzureißen. Das Abendprogramm ist vielschichtig: Weiterer Gesang in kleinem Kreis im Nebenraum der Kirche, das Lagerfeuer auf dem Hof sowie verschiedene Spiele im Foyer laden zur Geselligkeit ein. Nicht zu vergessen das Eis, welches schnell von einer lokal ansässigen Fast-Food-Kette herbeigeschafft wurde, rundet geschmacklich für viele den Abend ab. Wer Langeweile sucht, muss auf jeden Fall vergeblich suchen.
Irgendwann gegen 0:00 - 0:30 Uhr fangen die ersten an, sich Richtung „Schlafzimmer“ (in diesem Fall der große Nebenraum der Kirche) zu bewegen, und nur vereinzelt geistern noch Jugendliche durch die Kirche. Trotz erheiterndem Schnarchen und Zähneknirschen oder auch dem einen und anderen geflüsterten „Bist du noch wach?“ kommen auch die Letzten irgendwann zufrieden zur Ruhe.

Sonntag 7. Oktober 2012

Um circa 6:00 Uhr klingelt der Wecker – nein, nicht der normale Wecker, sondern Heiko an der Stendaler Orgel mit einer tollen Variation des schönen „Wachet auf! ruft uns die Stimme“ (CM 318). Denken wir bei den ersten Klängen mit fast vollem Werk noch „Der Herr kommt!“, wird schnell klar, dass dies nur bedeuten kann: Die eh schon kurze Nacht ist vorbei. Aber, mit solch einem Adrenalin-Kick ist man doch gleich viel munterer – oder?! ;)
Nach persönlichen Vorbereitungen geht es zum Frühstück. Frische Brötchen mit verschiedensten Aufstrichen sowie Obst und Kuchen vom Vortag sollen alle zu Kräften kommen lassen. Es wird schnell auf- und umgeräumt und schon sitzen alle planmäßig 9:15 Uhr im Chor. Ein schöner Erntedank-Gottesdienst stimmt auf das am Nachmittag folgende Erntedank-Konzert ein.

Circa 11:00 Uhr: Mittagessen mit Pellkartoffeln, unterschiedlichsten Saucen und toter O… – Verzeihung – loser Wurst sowie erneut Kuchen stärken für den Nachmittag. Noch ein wenig ruhen, beziehungsweise auch nicht, und dann geht um 14:30 Uhr das Einsingen los. Alle haben wieder ihre Konzert-T-Shirts an und schon erfüllen unsere Lieder wieder den Kirchensaal. Nochmal drei, vier Lieder angesungen und schon ist die letzte Testphase beendet. Es gibt eine letzte Pause.

16:15 Uhr: Die Ereignisse überschlagen sich. Der Saal ist gut besetzt, die letzten Zuhörer nehmen ihre Plätze ein und viele Jugendliche strömen in Richtung Ämterzimmer, wo das letzte Gebet vor dem Konzert gesprochen wird. Gutes Gelingen! Alle Sänger eilen ins Foyer, wo die Aufstellung zum Aufmarsch eingenommen wird. Die Stimmung: Gespannt und motiviert! Jetzt geht's los.

16:30 Uhr: Wofür an zwei Tagen intensiv gearbeitet wurde, kommt endlich zum Vortrag. Circa 300 Gesichter blicken gespannt auf Chor und Band. Was kommt jetzt? Ach ja, wir beginnen mit Gebet und kurzer Vorrede. Herr, steh uns bei! Die ersten Töne erklingen... uuuuund... die Band scheint einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Gut gemacht Jungs! Und kurze Zeit später ist schon unser lang erwartetes „Tanzlied“ ;) an der Reihe: „Winzig ist das Samenkorn“ mit verschiedenen Gesten, die irgendwie an Gebärdensprache erinnern, liebevoll dargestellt von den jetzt überall am Rand verteilten Sängerinnen und Sängern. Während dem einen und anderen der Darstellenden noch ein Lächeln übers Gesicht huscht, scheint die Darbietung beim Publikum echt anzukommen. Das Bläserarrangement spielt „Ich singe dir mit Herz und Mund“ und plötzlich singen alle – wir sind beim gemeinsamen Gesang angekommen: Zwei Strophen aus „Großer Gott wir loben dich“, plus einer weiteren Strophe in der Jugendliederbuch-Fassung, die der Chor mit Orgel separat vorträgt. Kurz danach folgt ein feuriges „Gloria a Dios“ und nur wenig später ein ebenfalls krachendes „Das ist ein köstlich Ding“ mit Klavier und Cajon. Alles klappt super, das Publikum scheint entzückt zu sein.

Noch ein berührendes „Mögen sich die Wege“ und das war’s dann leider schon. Wie? DAS WAR’S?!? Neiiiiin, natürlich noch nicht! Die Zugabe steht ja noch aus. Die, wie versprochen, gesungen wird, wenn das Publikum begeistert ist. Und – das Publikum scheint definitiv begeistert! Zumindest klatschen jetzt ausnahmslos alle und ja, tatsächlich nach und nach stehen die Zuhörer auf und klatschen unaufhörlich weiter. Standing Ovations – WOW! Der stets motivierte Chor: glücklich. Der stets motivierende Dirigent: glücklich und erleichtert. Noch eine kurze Ansprache plus Schlussgebet und dann darf endlich die lang erwartete Zugabe gesungen werden: „Freedom is coming“, beziehungsweise wie es in der zweiten Strophe heißt: „Jesus is coming“. Das Lied, auf das sich vermutlich alle Mitwirkenden am meisten gefreut haben. Mit Schwung und Elan gesungen begeistert es erneut die „Massen“. Wiederum gibt es Standing Ovations für die Darbietenden. Die Stimmung: unbeschreiblich. Was für ein tolles Konzert! Was für ein tolles Publikum! Was für ein tolles Wochenende mit lieben Freunden!
Und vermutlich klingt eins in aller Ohren nach: „Jesus is coming!“ – Unser Herr kommt!
PS: „Ohhhhhhhhhhhhhhhh yes I know!!” =)

JW Foto: JR