Auf dem Jugendtag 2007 - ein Bericht

Die Jugendgruppen des Bezirkes Stendal fuhren mit zwei Bussen zum Jugendtag 2007 in Hannover. Eine Jugendtagsteilnehmerin berichtet von ihrem Erleben ausführlich.

Die Jugendgruppen des Bezirkes Stendal fuhren mit zwei Bussen zum Jugendtag 2007 in Hannover. Eine Jugendtagsteilnehmerin berichtet von ihrem Erleben ausführlich:

"Lange im Voraus haben wir uns auf UNSEREN Tag gefreut- den Jugendtag 2007!

Schon im letzten Jahr lüftete der Bezirksapostel das Geheimnis: 2007 geht es nach Hannover und das nicht nur für einen Tag, nein, ein ganzes Wochenende sollte uns Jugendlichen zur Verfügung stehen! Zwei ganze Tage, um andere Jugendliche kennenzulernen, Infos zu verschiedenen Themenbereichen zu sammeln und einfach Spaß und Freude im Kreis der Jugend zu erleben. Der Höhepunkt des Wochenendes sollte natürlich am Sonntag der große Jugendgottesdienst mit unserem Bezirksapostel sein, worauf wir uns schon vorher riesig freuten!"

SAMSTAG, 08.09.2007
"Am frühen Vormittag gegen 9 Uhr fuhren wir mit dem Bus los Richtung A2 und somit in Richtung Hannover. Die Stimmung war zunächst noch etwas verschlafen, schließlich jagt man sonst samstags um diese Zeit nicht einmal seinen Hund vor die Tür. Doch das legte sich sehr rasch! Kaum waren wir auf der Piste, holten die ersten ihre Chormappen aus den Rucksäcken und unterhielten den Busfahrer mit allem Bekannten, was die Mappe so hergab!

Nach einer kurzen Kaffeepause an der Raststätte fuhren wir zu unserer ersten Station, Hannover-List, wo uns die Geschwister in ihrer schönen Kirche einen herzlichen Empfang boten.

Die Gemeinden in Hannover und Umgebung hatten sich bereit erklärt, unsere knurrenden Mägen zu verwöhnen und so gab es leckere Suppe aus der Gulaschkanone! (Was einige am meisten freute, auch für Nachschlag war gesorgt!)

Nachdem wir uns gelabt hatten, ging es mit dem Bus in Richtung Übernachtungsquartiere. In diesem Jahr sollte die Generalprobe für den Europäischen Jugendtag 2009 stattfinden- das Schlafen in einer Schule war angesagt! (Wer wollte das nicht schon immer einmal machen, ganz legal neben Zeigestock und Polylux eine Runde wegnicken? ) Wir hatten das Glück unweit des HCC (Hannover Congress Center)- etwa 6 Minuten Fußmarsch entfernt, in der Sophienschule unsere Zelte aufschlagen zu dürfen.

So war es möglich nach erfolgreicher Verwandlungskur der Klassenräume (unzählige Schlafsäcke, Luftmatratzen, Schminkkoffer und Klamotten hielten Einzug) mit der gesamten Jugend zu Fuß zur Nachmittagsveranstaltung zu wandern- vorbei an anderen Schulen, aus denen uns viele Geschwister freudig und erwartungsvoll zuwinkten.

Schon im Eingangsbereich des HCC-Kuppelsaals wurden wir mit einem kleinen musikalischen Gruß willkommen geheißen. Hier sangen und musizierten Geschwister und Jugendliche aus dem Raum Hannover für die ankommenden Massen. Man fühlte sich sofort von der Freude, die durch Musik und Gesang ausgestrahlt wurde mitgerissen und die Spannung, auf das, was uns noch erwarten würde steigerte sich noch einmal. Außerdem bekam jeder beim Einlass als Andenken ein Schlüsselband geschenkt, an dem das Programmheft gehängt werden konnte, welches gleichzeitig die Eintrittskarte war.

Nachdem sich der gesamte Kuppelsaal (3600 Plätze) gefüllt hatte, gab der Bezirksapostel, der durch tosenden Beifall begrüßt wurde, das offizielle Startzeichen für den Jugendtag 2007, der unter dem Motto stand: "Ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist!" (1.Tim. 6,12) Das Nachmittagsprogramm war sehr vielfältig gestaltet, jeder hatte die Qual der Wahl beim Auswählen der Aktivitäten! Hier einige Stationen:
- Konzert mit dem Gospel-Chor "Nju Voices"
- Podiumsdiskussion mit dem Bezirksapostel zu Fragen unseres Glaubens
- Bild-Präsentation über einige Missionsgebiete
- Podiumsdiskussion zum Thema Behinderung in dem sich 4 junge Menschen mit Handicap den Fragen der Jugendlichen stellten
- Seminare zum Thema Gebärdensprache
- Rolli-Parcours
- Yoga für Christen
- viele Stände zu den Themen (j4india, NAK-karitativ, Single-Point, Foto-Gruß-Point, Verlag Friedrich Bischoff, Jugendzeitung uvm.)
- Sport (Mini-Fußball u.a. Aktivitäten)

Außerdem gab es für den einen oder anderen die Möglichkeit sich für kurze Zeit dem Trubel zu entziehen, in den Räumen der Stille abzuschalten und sich auf sich selbst zu besinnen. Die Jugendbetreuer konnten sich an einem Jugendbetreuer-Treffpunkt zusammenfinden und über ihre Arbeit austauschen, Tipps holen und neue Kontakte knüpfen.

Was natürlich nicht fehlen durfte- eine riesige Halle zum Futtern, Schlemmen und Quasseln! Die Verpflegung wurde von allen in den höchsten Tönen gelobt- es gab alles was das Herz begehrte und so viel es begehrte! (1000de Brötchen mit Wurst und Käse, Wiener Würstchen, Kuchen, Obst, Getränke aller Art etc.- eine logistische Meisterleistung!!!)

Den Abschluss des Tages bildete eine besondere Abendandacht. Hier wurden Bilder gezeigt, die für das Leben und das Mensch-Sein in all seinen Facetten stehen. Ein jeder hatte Gelegenheit dazu, sich bei sanfter Klaviermusik Gedanken zu den Bildern zu machen und sein eigenes Tun und Handeln wie in einem Spiegel zu betrachten und zu hinterfragen: "Ergreife ich durch mein Tun und Handeln das ewige Leben?" Das Abendgebet sprach nicht der Bezirksapostel, sondern es wurde von allen Anwesenden ein Gebet gesungen. Eine sehr festliche und bewegende Atmosphäre."

SONNTAG, 09.09.2007
"Am Sonntag wurden wir durch unsere Herbergsväter um 6 Uhr morgens, nach mehr oder weniger intensivem Schönheitsschlaf, geweckt. Es ging ans Packen und Anziehen für den großen Gottesdienst mit unserem Bezirksapostel. Um 8 Uhr fuhren wir mit den Bussen zum HCC, um gemeinsam mit den anderen Jugendlichen in der Niedersachsenhalle zu frühstücken. Auch hier war wieder für alles gesorgt: Brötchen, Wurst und Käse, Nutella und Marmelade, Obst, Kaffee und andere Getränke etc. EIN GAUMENSCHMAUS!!!

Nach dem Frühstück versammelten sich alle Geschwister wieder im Kuppelsaal, in dem der Gottesdienst stattfinden sollte.

Der Bezirksapostel diente mit dem Wort 1.Timotheus 6, aus 12. Dieses Wort diente gleichzeitig als Motto des Jugendtages: "Ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist!" Er setzte hinzu: "Du Gottesmensch..." und sprach uns somit in besonderer Weise an. Der Bezirksapostel wies uns darauf hin, Vergebung zu üben, im Werke Gottes unermüdlich mitzuarbeiten und einander zu helfen, denn: "Das ewige Leben beginnt nicht erst in der Ewigkeit, es beginnt hier, heute und jetzt!" ...und wir sollen es ergreifen!!!

Zu dieser Kernaussage des Gottesdienstes passte in besonderer Weise der Text des Jugendtags-Songs, den wir gemeinsam mit einer, extra für den Jugendtag gegründeten Band, schon am Vortag eingeübt hatten.
In diesem Lied heißt es:
1. Mein Leben will ich leben mit Sinn und Ziel, denn es ist nicht nur ein Spiel. Mit Jesus komm ich raus aus meinem alten Trott, er führt mich auf dem Weg zu Gott.
2. Zusammen lasst uns Gottes Wege gehen, bis wir dann vor ihm stehn: Dort gibt es keine Fragen und auch kein Leid, kommt mit, denn es ist bald soweit.
3. Ich möchte allen helfen, die dich nicht sehn, möchte, dass sie alle verstehn: Du bist der Gott und bleibst es für alle Zeit, du bleibst es für die Ewigkeit: REFRAIN: "Gott will ja, dass unser Leben gelingt und wir ihm ganz vertrauen. Gott will ja, dass unser Leben gelingt und wir sein Reich mit bauen."

Die Feier des Heiligen Abendmahles ist ja in jedem Gottesdienst etwas ganz Besonderes, doch an diesem Jugendtag ging das Besondere überdies hinaus. Die Atmosphäre während des Austeilens der Hostien bereitete so manchem von uns ein Gänsehaut-Feeling. Tausende Gotteskinder in einer riesigen Halle versammelt- eine atemberaubende Stille. Dieses Bild lies ein kleines bisschen erahnen, wie es im Himmel sein wird!

Durch dieses Erleben wurden unsere Seelen schon vorab auf die Feier des Heiligen Abendmahles für die Entschlafenen vorbereitet. Bewegende Augenblicke! Zum Abschluss des Gottesdienstes ging der Bezirksapostel noch auf einige Gedanken ein, die Jugendliche an die "Gedankenwand" geheftet hatten: Wenn jemand meint, dass Glaube Schnee von gestern sei, so möge er bedenken, dass der Schnee von gestern das Wasser von morgen ist!

In meinem Leben spielt Gott keine Rolle - Er führt Regie!!!

Nach dem Gottesdienst konnten wir uns noch beim gemeinsamen Mittagessen für die Heimfahrt stärken. Es gab wohl das Leibgericht fast jedes Jugendlichen: Spaghetti mit Tomaten- Bolognesesauce (oder als Alternative, für alle die nix mit Tomatensauce am Hut hatten- Käsesauce: höchst pikant!)"

"Um 14Uhr hieß es dann Abschied nehmen von Hannover. Voller Freude und Dankbarkeit und mit vielen unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck fuhren wir zurück in unsere Heimatorte. Wir sind dem lieben Gott sehr dankbar, dass wir diesen wunderschönen Jugendtag erleben durften und mehr denn je steht in unserem Herzen:

Wir wollen das ewige Leben ergreifen, wozu wir berufen sind- schon hier und heute!!!"

M.J./Tgh.